Symbole und Erkennungszeichen

Wahlspruch

Wir bekennen uns zu unserem gemeinsamen Wahlspruch.
»Contra torrentem!«
Sinngemäß: »Gegen den Strom!«
Es ist zunächst einmal die Absage an bequeme Anpassung und kurzlebige Moden. Dies heißt aber nicht, um jeden Preis gegen alles zu sein, sondern kritisch Stellung zu beziehen.
Ein kluger Mann hat einmal gesagt:
»Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.«

 

Der Zirkel

Der Zirkel wird von den Vollmitgliedern, den Burschen der Guestphalia hinter dem Namen geführt.

Er setzt sich aus den Buchstaben -V- -C- -F- und -G- zusammen, dies steht für Vivat, crescat, floreat Guestphalia (zumindest bei uns, bei anderen Korporationen gibt es auch andere Deutungen). Um dies noch zu unterstreichen setzt man ein Ausrufezeichen hinter den Zirkel. Dies kennzeichnet außerdem, daß es sich hierbei um eine aktive Korporation handelt.

Zirkel

Das Wappen

Das Wappen selbst gliedert sich in mehrere Teile. Der Wappenschild selbst enthält in der unteren Hälfte ein Kreuz auf schwarzem Grund als Symbol des Prinzips Religio, das sich in seiner Gestaltung an das Kreuz auf dem Wappenschild unserer Mutterverbindung Askania-Burgundia anlehnt. Dementsprechend ist das Kreuz auch in Gold gehalten, da die Farben der Askania-Burgundia schwarz-gold-schwarz sind.
Die obere Hälfte ist in den Farben weiß und rot gehalten, den Farben Westfalens. Dazwischen findet sich ein weiterer Schild - ebenfalls in den Farben weiß und rot - mit unserem Zirkel.

In der oberen Hälfte findet sich ein Hengst. In seiner »steigenden« Form ist dies das Wappentier Westfalens. Der springende Hengst erinnert am das »Sachsenroß«, wie es sich noch heute im Wappen des Landes Niedersachsen findet. Ob dies auf eine heraldische Unkenntnis des ursprünglichen Gestalters zurückzuführen ist, oder ob angedeutet werden sollte, daß zur Zeit der Gründung unseres Vereins nicht nur viele Bundesbrüder aus Westfalen kamen, wie bereits der Name besagt, sondern daß auch Vertreter aus dem heutigen Niedersachsen vertreten waren.

Wie auf den meisten korporativen Wappen sitzt auf dem Wappenschild ein Helm mit Helmzier. Letztere ist in den Farben des Vereins gehalten. Auf dem Helm ruht eine Krone, aus der das »Westfalenroß« aufsteigt. Ob mit der Krone ein Bekenntnis zum Vaterland ausgedrückt werden sollte, oder ob darauf hingewiesen werden sollte, daß der Sitz des Vereins in der Hauptstadt des damaligen Kaiserreiches lag, muß leider ebenfalls ungeklärt bleiben.

Wappen

Der Vereinsname "Guestphalia-Berlin"

Guestphalia
Die latinisierte Version des Wortes "Westfalen". An den Universitäten des Hochmittelalters entstanden damals sogenannte Landsmannschaften (nicht zu verwechseln mit den heutigen landsmannschaftlichen Verbindungen des CC), in denen sich die Studenten, die aus einer bestimmten Gegend stammten, zusammenschlossen. Dementsprechend benannten sie sich in der Regel nach ihrer Herkunftsregion. Diese Tradition hat sich bis heute erhalten und noch immer benennen sich viele Korporationen nach einer Herkunftsregion, wenn auch die Mitglieder meist nicht mehr aus dieser Region stammen (z.B. KStV Frankonia-Straßburg, Corps Austria, die heute beide in Frankfurt ansässig sind).
In unserem Fall erklärt es sich daraus, daß die Gründungsmitglieder zum größten Teil aus Westfalen kamen.
Berlin
Der Verein wurde Anfang des 20. Jahrhunderts durch Abspaltung von der Askania-Burgundia in Berlin gegründet, was die Mitglieder zum Ausdruck bringen wollten, indem sie dies in den Vereinsnamen aufnahmen. Auch dies findet man bei vielen anderen Korporationen (z.B. Frankonia-Straßburg).

Da der Verein nach dem 2. Weltkrieg in Frankfurt am Main durch Abspaltung von der Staufia wiedergegründet wurde, setzte man "zu Frankfurt am Main" hinzu.